Daedalus Riff

Wissenswertes über Daedalus Riff

Daedalus Riff (auch als Abu Kizan bekannt) ist ein 400 Meter lange und 100 Meter breites allein stehendes – Riff im ägyptischen Roten Meer etwa 90 Kilometer von Marsa Alam. In der Mitte des Riffs ist eine kleine künstliche Insel angelegt, welche einen Leuchtturm der im Jahre 1863 erbaut und 1931 wieder aufgebauten Leuchtturm beherbergt. Der Leuchtturm ist aus Stein und besteht aus einem 30m hohen, in schwarz-weiß, mit horizontalen Streifen bemalten Turm und einem 2-stöckigen Gebäude. Er ist bis heute aktiv und blinkt alle 30 Sekunden in einem 2+1Muster mit 3 weißen Blitzen.

Ob Graue Riffhaie oder kleine Anemonenfische, ob Schildkröten, Fischschwärme oder Barrakudas, ob Hart- oder Weichkorallen – die Nordwestseite ist ein Mikrokosmos des Lebens im Roten Meer. Direkt hinter der nordwestlichen Ecke wartet eines der größten Anemonenfelder, die es weltweit zu bestaunen gibt. Schon im Flachwasserbereich liegt auf einer Breite von gut zehn Metern eine Anemone neben der anderen, zum Teil bevölkert mit direkt drei unterschiedlichen Arten von Clownsfischen. Wie künstlich angelegt erscheint „Anemone City“, ein Platz, an dem auch unbegabten Fotografen das perfekte Bild gelingt.

In 15 Meter Tiefe ist mit der Herrlichkeit dann weitestgehend Schluss, auch wenn sich vereinzelte Exemplare in noch tieferen Bereichen angesiedelt haben. Mit dem Riff linke Schulter taucht man anschließend weiter in Richtung des Safaribootes. Der schönste Bereich liegt dabei zwischen zehn und 25 Meter, es ist wie ein gemütlicher Spaziergang an einer vom Leben umtosten Riffwand entlang. Hornhechte, Barsche und Wimpelfische flankieren den Weg, ab und zu schauen Barrakudas vorbei, lässt sich gar ein Grauer Riffhai sehen. Kurz vor Ende des Tauchganges wartet dann noch ein weiteres Highlight auf Besucher: Eine der imposantesten Hartkorallen, die wie eine umgedrehte und überdimensionierte Teetasse am Riffhang liegt. Trotz aller Schönheit in Riffnähe sollte wenigstens jeder dritte Blick dem Freiwasser gelten, durch das manchmal Barrakudaschwärme mit unzähligen Individuen ziehen.

Das Südplateau selber liegt zwischen 30 und 45 Meter tief und weist eine Vielzahl von Ergs auf. Riffbarsche, Muränen und Falter fische bevölkern diesen Bereich, in den Sommermonaten lassen sich ab und zu Weißspitzen-Hochseehaie blicken, die dann zumeist um die ankernden Boote kreisen. Die auch oft als Longimanus bezeichnete Haiart zeigt sich Tauchern gegenüber fast immer neugierig, manchmal bis hin zur Zudringlichkeit. Respekt vor den Raubtieren ist sicherlich angebracht, Angst vor ihnen jedoch überzogen.

Wenn man über das Plateau in Richtung Freiwasser taucht, kommt man recht bald an eine Abbruchkante, die das Riff ins Bodenlose abfallen lässt. Mit ein wenig Glück ziehen hier Thunfischschwärme und auch der ein oder andere Adlerrochen vorbei. Der größte Vorteil des Südplateaus: Egal, wie es an den Seiten aufgrund von Strömungen auch kacheln mag, hier herrscht diesbezüglich fast immer Ruhe.

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