Wadi El Gemal

Wissenswertes über Wadi El Gemal

Der Nationalpark Wadi al-Gimal–Ḥamata (auch Wadi-el-Gemal-Nationalpark; benannt nach dem Wadi al-Gamal Wādī al-Ǧimāl, deutsch „Tal der Kamele“) ist einer von drei Nationalparks in Ägypten. Es werden unter anderem auch die Transkriptionen Gemel, Gimal, Gemal und Jimal verwendet. Mit einer Fläche von 7450 km2 ist das kleinste der drei Schutzgebiete der Arabischen Wüste, nach den Schutzgebieten Elba und Wádi al Aláqi. Er befindet sich rund 50 Kilometer südlich von Marsa Alam an der Küste des Roten Meeres im Osten bis etwa zum Längengrad 34°28′ Ost im Westen, also rund 70 Kilometer landeinwärts

Die Riftauffaltung des Gebirgszuges am Roten Meer besteht aus zerklüfteten Basalt- und Granitformationen und erreicht ihre größte Höhe im Gebel (arab. = Berg) Shayib al-Banat mit 2187 m. Der Einzugsbereich der Niederschlagsfläche beträgt 1840 km2 und reicht von der Nordflanke des Gebel Hamata im Süden bis zu der Südflanke des Gebel Nugus im Norden. Weitere hohe Berge sind der Gebel Hafafit, Gebel Hamamid, Gebel Sartut und Gebel Sikeit.

Zum Naturschutzgebiet gehören noch andere Wadis wie Wadi Abu Ghusun, Wadie el Ringa und Wadi el Rada. Die Grenzen des terrestrischen Anteils sind das Hochland von Ras Baghdadi, Ras Hankorab und Sharm el-Luli Bay.

Integriert ist ein mangrovenbewachsener Küsten- und Meerstreifen von durchschnittlich 15 km Breite mit vier ebenfalls viele Mangroven tragenden Inseln des Qul’an-Archipels (auch Hamata Islands, vier Inseln von Nord nach Süd: Siyal, Shawarit, Umm al-Shayk, Mahabis, plus eine namenlose Gezeiteninsel sowie der ganz im Norden des Gebiets liegenden Wadi el-Gamal Island, die sich am Horizont abzeichnen.

Das Seegebiet beherbergt weithin Seegraswiesen in denen Seekühe und Meeresschildkröten und viele Fischarten ihre Nahrung finden.

Auf dem Wadi el Gamal Island befindet sich die größte Kolonie des Schieferfalken(Falco concolor) weltweit. Seine Brutzeit ist von August bis September, im Oktober zieht er nach Madagaskar. Auf Grund ihrer geringen Anzahl stehen sie bereits auf der Roten Liste der International Union Conservation of Nature (IUCN). Die Insel wurde zudem von einer großen Kolonie (75 % des Gesamtbestandes) der ebenfalls gefährdeten, nur am Roten Meer und Golf von Aden brütenden Weißaugenmöven (Larus leucophthalmus) – mit orangerotem Schnabel und tiefschwarzer Flügeldecke – okkupiert. Es gibt auch eine kleine Kolonie auf der Insel Giftun vor Hurghada, der größte Teil bevorzugt aber die Insel vor dem Wadi el Gamal. Beide Arten sind mittlerweile von der IUCN als bereits gefährdet eingestuft.

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